Wer sich heute in ein Flugzeug, Schiff oder in ein anderes Verkehrsmittel setzt oder einen Aufzug benutzt, erwartet eine wirklich sichere Technik. Täglich hängt unser Leben von der einwandfreien Funktion der uns umgebenden technisierten und automatisierten Welt ab. Oft machen wir uns gar keine Gedanken über ein mögliches Risiko, sondern vertrauen voll den verantwortlichen Konstrukteuren und Herstellern der jeweiligen Produkte und Anlagen.
Natürlich ist dieses Vertrauen meist auch gerechtfertigt denn wirklich lebenswichtige Teile müssen umfangreiche Prüfungen bestehen, bevor sie ihrer Funktion entsprechend die Sicherheit für Menschenleben übernehmen. Für solche Prüfungen, die z.B. auch in Kernkraftwerken und anderen wichtigen Anlagen zur täglichen Praxis gehören, werden heute, je nach Problemstellung, ganz unterschiedliche Prüfmethoden angewandt, die gemeinsam zur Gruppe der zerstörungsfreien Prüfung gehören.
Wie der Name Magnetpulverprüfung bereits ableiten läßt, wird bei diesem Verfahren der Magnetismus ausgenutzt. Die zu prüfenden Werkstücke, bzw. die zu prüfenden Abschnitte werden magnetisiert. Natürlich ist auch schnell klar, dass nur Werkstoffe mit der Magnetpulverprüfung erfasst werden können, die auch magnetisierbar sind.
Dies sind alle sogenannten ferromagnetischen Materialien ( ferromagnetisch = magnetisch wie Eisen ). Mit einem kleinen Dauermagneten lässt sich sehr leicht feststellen, ob ein Material magnetisch manipulierbar ist oder nicht. Das ergibt eine Unterscheidung in magnetisierbare und nicht magnetisierbare Werkstoffe.
Die Magnetpulverprüfung ist die am häufigsten angewandte Methode zur Ermittlung von Oberflächenrissen an ferromagnetischen Bauteilen und Materialien aller Art.
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